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"Die kleine Bäckerei am Strandweg" - Jenny Colgan

Polly und ihr Freund Chris hatten ihre eigene Firma, gingen jedoch pleite. Während ihr Freund zu seiner Mutter zieht und in dort seinem Kummer schwelgt, sitzt Polly allein und mit einem miesen Aushilfsjob in ihrer alten Wohnung, die sie einst von ihrer Großmutter geerbt hat. Doch auch Polly braucht Veränderung und mietet eine herunter gekommene Wohnung in dem Fischerdorf Mount Polbearne, einer Gezeiteninsel. Pollys große Leidenschaft ist das Brot backen und so fängt sie auch auf der Insel damit an. Ihre Vermieterin, Mrs. Manse, hat eine kleine und die einzige Bäckerei auf der Insel, doch ist ihr die Liebe zum Backen verloren gegangen, nachdem ihr Mann und ihre Söhne im Meer ertranken. 

Polly findet neue Freunde: die Fischer, die in aller Herrgottsfrühe aufs Meer müssen. Sie gibt ihnen immer wieder Proviant mit und lässt sie ihre neuen Kreationen probieren.  Polly kümmert sich auch um einen verletzten Papageientaucher. Der Tierarzt hat ihr gesagt, dass sie sich ja nicht an den Vogel gewöhnen und ihm auf keinen Fall einen Namen geben soll, denn sobald er wieder gesund ist, muss er ausgewildert werden. Polly gibt ihm aber den Namen: "Neil".

Ein komischer Amerikaner, Huckle, lebt auch sehr zurückgezogen auf der Insel und hat Bienen und verkauft deren Honig. Polly freundet sich mit ihm an....

 

Die Romanfiguren kann man schnell lieb gewinnen, Polly, die Fischer, Pollys Freundin Kerensa, Huckle usw. Die Handlung ist gut und man liest das Buch entspannt. Es zeigt das raue Leben der armen Fischer, das durch das Meer und die Gegend geprägt ist. Ein wenig eigenartig wird es als der Millionär Reuben auftritt. Jedenfalls ist es gute Unterhaltungsliteratur und man bekommt Lust auch ein Brot zu backen.

Verlag Piper, Autor: Jenny Colgan, Originaltitel: "The little beach street backery", Übersetzerin: Sonja Hagemann, Seiten: 496, Preis Taschenbuch € 9,99, gebundene Ausgabe: € 12,00, Preis Ebook: € 9,99 (kopiergeschützt), Hörbuch: € 11,95, ISBN:978-3-492-31242-4 , Erscheinungsdatum: 19. März 2018

Aussteigen lohnt sich manchmal! Und manchmal findet man auch mehr als nur ein neues Zuhause! Ich gebe dem Buch sieben von acht Herzen!