"Die Frau des Juweliers" - Judith Lennox

Juliet lernt in Kairo den etwas älteren, reichen englischen Juwelier Henry Winterton kennen, heiratet ihn und geht mit ihm nach England. Sie zieht in das Herrenhaus Marsh Court ein, in dem sie sich gleich zu Hause fühlt. Ihre Ehe mit dem herrischen und zynischen Henry ist jedoch von Anfang an schwierig. Sie bekommen zwei Kinder, Piers und Charlotte. Als während des zweiten Weltkriegs die Geschäfte nachlassen wird Henry noch ekelhafter zu seiner Familie. Nur sein Freund Gillis Sinclair versteht es mit ihm umzugehen. Zu Gillis flüchtet sich auch Juliet, weil er so ein fröhlicher und netter Mensch ist.... Die Schicksale der einzelnen Familienmitglieder werden genau beschrieben und auch die vielen Missverständnisse und Probleme. Die Geschichte ist von Anfang an sehr interessant und man fühlt mit Juliet, deren Leben alles andere als leicht ist. Sie erduldet wegen der Kinder ihr Schicksal mit dem ganz und gar falschen Mann verheiratet zu sein. Auch ihre Kinder, insbesondere Piers hat Probleme mit seinem Vater und muss selbst auch in seiner Ehe erkennen, woran er arbeiten muss, wenn er seien Frau und seinen Sohn nicht verlieren will. Der hübsche Gillis kann schließlich Juliet auch nicht retten, aber das Schicksal schlägt erbarmungslos zu.

 

Judith Lennox schreibt sehr interessante Romane, aber sie könnten um ein Drittel kürzer sein und das wäre auch für die Geschichte nicht negativ, man könnte die Geschichte genauso erzählen. Die Figuren wurden gut beschrieben, aber im Zentrum stand die Familie und ihre Schicksalsschläge. Ein unterhaltsamer Roman und eine interessante Geschichte, aber etwas langatmig.

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"Die Oleanderfrauen" - Teresa Simon

Dieses Buch habe ich vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House!

Vielen herzlichen Dank! Danke Carolina Teichmann Cravo und dem Heyne Verlag!!!

 

Sophie Terhoven, feiert 1936 ihren 17. Geburtstag und ist somit im „heiratsfähigen“ Alter. Sie wird von ihrer Mutter Delia in die Gesellschaft eingeführt, die durch den Beginn des 3. Reichs gerade im Wandel begriffen ist. Ein Freund der Familie, Hellmuth Moers, hat eine hohe Position in der neuen Partei inne und kommt als Heiratskandidat mehr als ins Frage. Sophie wehrt sich dagegen. So fühlt sie sich zu ihrem Jugendfreund Hannes hingezogen, der als Sohn der Küchin nun eine Ausbildung im Kaffeeunternehmen macht. Gut dass da noch ihre Tante Felicia „Fee“ Terhoven und ihr Schulfreund Malte sind! 

Parallel dazu gibt es die Gegenwarts-Geschichte rund um die Cafèbesitzerin Jule, die ein Cafe, ihr Strandperlchen, in Hamburg eröffnet hat. Sie liebt hochwertigen Kaffee, historische Familiengeschichten. Sie lernt nicht nur ihre neue Freundin Aphrodite kennen,  die einen außergewöhnlichen Brautmodenladen zwei Häuser weiter besitzt. Auch die ältere Dame Johanna und ihren Neffen Nils lernt sie kennen. Schließlich erzählt abwechselnd Johanna und Jule, die das Tagebuch von Sophie Terhoven zu lesen.

Wie schlimm es früher war, wenn Frauen einfach verheiratet wurden! Und noch dazu sich in einen jungen Mann zu verlieben der nicht "standesgemäß" war und eine Heirat ausgeschlossen war, muss einfach schrecklich gewesen sein. Das Buch ist sehr interessant und die Protagonisten lebhaft beschrieben. Ich kann dieses gute Buch wirklich weiterempfehlen!

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